Neuer Fox DHX2 & Float X2-Dämpfer im Test Was kann die neue Monotube-Dämpfung?

Neuer Fox DHX2 & Float X2 im Test: Ein Jahr nachdem Fox die jüngste Dämpfungsgeneration an Federgabeln vorgestellt hat, bekommen die beiden Gravity-Dämpfer DHX2 und Float X2 ein umfassendes Update. Technologisch sollen sie an die Federgabeln angepasst worden sein und setzen nun deshalb auf eine Monotube-Dämpfung – wie gewohnt allerdings mit getrennten High- und Lowspeed-Einstellern. Wir konnten sowohl die Coil- als auch die Luftversion bereits testen.
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Neuer Fox DHX2 + Float X2 im Test 🦊 – lohnt das Upgrade? 🤔
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Fox DHX2 & Float X – Infos und Preise

Mit dem neuen Modelljahr wechselt Fox an den beiden Downhill-Dämpfern DHX2 und Float X2 von einem Twintube- auf ein Monotube-System und will so einen ausgeglicheneren Druck in der Dämpfung sowie einen insgesamt schneller ansprechenden Dämpfer realisiert haben. Als einzigartig bezeichnet Fox, dass man es trotzdem geschafft hat, sowohl an der Druck- als auch an der Zugstufe High- und Lowspeed-Einstellrädchen zu realisieren. Wir sind beide Dämpfer bereits in Trail-/All Mountain-Bikes gefahren.

  • Federung Luftfeder (Float X2) / Stahlfeder (DHX2)
  • Dämpfung High- & Lowspeed-Druckstufe sowie High- & Lowspeed Rebound extern einstellbar (16 Klicks High-, 8 Klicks Lowspeed)
  • Maße
    • normal: 210 x 50 mm / 210 x 52,5 mm / 210 x 55 mm / 230 x 60 mm / 230 x 62,5 mm / 230 x 65 mm / 250 x 75 mm
    • Trunnion: 185 x 55 mm / 205 x 60 mm / 205 x 65 mm / 225 x 75 mm
  • Gewicht (gewogen) 595 g (DHX2, 210 x 55 mm, ohne Feder mit Buchsen) / 779 g (Float X2, 230 x 57,5 mm, mit Buchsen)
  • www.eu.ridefox.com
  • Preise (UVP)
Vor 10 Jahren wurde die X2-Serie mit Twintube-Dämpfung vorgestellt
# Vor 10 Jahren wurde die X2-Serie mit Twintube-Dämpfung vorgestellt - nun wechselt Fox an der Luft- und Stahlfeder-Version zur Monotube-Dämpfung.
Die neuen Dämpfer sollen schneller arbeiten und mehr Kontrolle bieten
# Die neuen Dämpfer sollen schneller arbeiten und mehr Kontrolle bieten - gleichzeitig gibt's weiterhin getrennt einstellbare High- und Lowspeed Dämpfung sowie Rebound.
Diashow: Neuer Fox DHX2 & Float X2-Dämpfer im Test: Was kann die neue Monotube-Dämpfung?
Der seitliche Piggyback ist zwar sehr breit, dafür aber ziemlich kurz.
Das nun verwendete, keinesfalls ganz neue Monotube-System setzt auf relativ still stehendes Öl, durch das sich der Kolben bewegt.
Die neuen Dämpfer sollen schneller arbeiten und mehr Kontrolle bieten
An beiden Dämpfern ist der Schaft auf 12,7 mm Durchmesser angewachsen
Der Fox X2 vermittelt in beiden Versionen ein eher sportliches Fahrgefühl.
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Im Detail

Dämpfung

Rein optisch hat sich mit der neuesten Generation der Fox X2-Dämpfer einiges getan – und das liegt vor allem am nun größeren und quer verbauten Piggyback, mit dem die Dämpfer standardmäßig ausgeliefert werden. Es ist allerdings auch eine Version mit dem gewohnten, länglichen Piggyback erhältlich, die etwa am Santa Cruz V10 (Test) Bauraum-bedingt notwendig ist. Die auffälligste Änderung ist allerdings höchstens für Fahrwerks-Experten von außen zu erkennen: Seit der Produkteinführung 2015 hat Fox am DHX2 und Float X2 auf ein Twintube-Design gesetzt. Das bedeutet, der Dämpfer besteht aus zwei ineinander geschobenen Rohren. Beim Einfedern verdrängen der Kolben und der Schaft Öl aus dem inneren Rohr, das zunächst durch die Druckstufenventile in den Piggyback und von dort durch das äußere Rohr zurück hinter den Kolben fliest. Beim Ausfedern läuft die Chose rückwärts ab, nur dass diesmal das Öl durch die Zugstufenventile muss. Daher saßen bei der vorletzten Version des X2 auch beide Druck- und Zugstufenventile nebeneinander am Piggyback – hier im Fox-Video erklärt.

Die neuen Fox X2-Dämpfer sind deutlich an ihrem seitlich gedrehten und voluminösen Piggyback erkennbar.
# Die neuen Fox X2-Dämpfer sind deutlich an ihrem seitlich gedrehten und voluminösen Piggyback erkennbar.
So sah die erste Version des Fox X2 aus
# So sah die erste Version des Fox X2 aus - Der Hauptkolben unten rechts drückt eine Ölsäule durch den Druckstufeneinsteller ins äußere Rohr, von wo aus es durch die kleinen Löcher hinter den Kolben läuft. Beim Ausfedern bewegt sich alles zurück.
Das nun verwendete, keinesfalls ganz neue Monotube-System setzt auf relativ still stehendes Öl, durch das sich der Kolben bewegt.
# Das nun verwendete, keinesfalls ganz neue Monotube-System setzt auf relativ still stehendes Öl, durch das sich der Kolben bewegt. - Ein großer Teil der Druckstufe wird am Kolben erzeugt, ein anderer Teil am Einsteller. Der Rebound läuft komplett über den Kolben.

Beim nun verwendeten Monotube-Design gibt es nur noch ein Rohr, in dem das Öl als Säule relativ stillsteht, während sich der Hauptkolben darin bewegt und den Großteil der Dämpfung erzeugt. Der Schaft verdrängt einen Teil des Öls in den Piggyback, wobei es durch die extern verstellbaren Druckstufenventile muss, die jetzt allerdings einen geringeren Anteil an der Gesamtdämpfung haben. Die Zugstufe wiederum wird lediglich am Hauptkolben erzeugt. Daher kommt die von Fox genannte Schwierigkeit, die High- und Lowspeed-Zugstufe extern zu verstellen. Die Rädchen befinden sich am Dämpferauge und betätigen über ein feines Getriebe eine Stange, die durch den gesamten Schaft zum Kolben läuft. Diese kann sowohl eine Nadel vor- und zurückschieben, als auch das bekannte VVC-Ventil drehen. Eine recht komplexe Mechanik also.

Laut Fox handelt es sich um den ersten Monotube-Dämpfer mit extern verstellbarer High- und Lowspeed Zugstufe.
# Laut Fox handelt es sich um den ersten Monotube-Dämpfer mit extern verstellbarer High- und Lowspeed Zugstufe. - Dafür muss sowohl die Lowspeed-Nadel als auch das VVC-Ventil durch den kompletten Dämpferschaft bewegt werden, was recht komplex ist.
Ein Teil des Öls fließt nach wie vor durch den Druckstufen-Versteller in den Piggyback
# Ein Teil des Öls fließt nach wie vor durch den Druckstufen-Versteller in den Piggyback - die verstellbare Bandbreite ist dadurch etwas geringer als am Vorgänger.
Die beiden Rebound-Versteller sitzen am Dämpferauge
# Die beiden Rebound-Versteller sitzen am Dämpferauge - bei einigen Rädern sind sie etwas schwer erreichbar. Da der Bauraum eng ist, sind sie zudem sehr klein.

Wer jetzt noch nicht eingeschlafen ist, wird sich sicher fragen – warum der ganze Aufriss? Laut Fox kann man nur mit dem Monotube-Design die perfekte Druck-Balance (Englisch: pressure balance) erreichen, die für einen großen Performance-Sprung an den 2024 vorgestellten Federgabel-Dämpfungen GripX2 und GripX gesorgt haben soll. Zum einen bewegt sich das Öl im Monotube-Dämpfer weniger und soll so eine schnellere Reaktionszeit, weniger Gefahr für Kavitation (Bläschenbildung im Öl) und eine konstantere Funktion bieten. Da zudem der Großteil der Dämpfung am Hauptkolben abfällt und nicht wie vorher an zwei Stellen, gibt es weniger Druckunterschiede im Dämpfer. Das soll auch der Zuverlässigkeit zugutekommen und verhindern, dass sich am Float X2 Öl und Luft vermengen können, was bei älteren Generationen teilweise aufgetreten ist.

Die Druckstufe wird wie gewohnt mit einem 3 mm und 6 mm Inbus am Piggyback verstellt.
# Die Druckstufe wird wie gewohnt mit einem 3 mm und 6 mm Inbus am Piggyback verstellt.
Die Dämpfer sind wie gewohnt mit einem Firm-Hebel für den Pedaliermodus verfügbar.
# Die Dämpfer sind wie gewohnt mit einem Firm-Hebel für den Pedaliermodus verfügbar.
Der seitliche Piggyback ist zwar sehr breit, dafür aber ziemlich kurz.
# Der seitliche Piggyback ist zwar sehr breit, dafür aber ziemlich kurz.

Im Zuge der Änderungen ist der Dämpferschaft von 9,5 mm auf 12,7 mm angewachsen – dasselbe Maß wie am Enduro-Dämpfer Fox X. Dadurch verdrängt er mehr Öl, was den größeren Piggyback erklärt (dieser nimmt das verdrängte Öl auf), und sorgt auch für mehr Ölfluss durch die Druckstufenventile. Zudem soll die Haltbarkeit bei Querlasten, insbesondere an Bikes mit Trunnion-Aufnahme, besser sein. Die komplett neuen Rebound-Ventile, die jetzt auf dem insgesamt größeren Hauptkolben liegen, sollen zudem für mehr Kontrolle und einen sinnvolleren Einstellbereich sorgen. Durch den größeren Hauptkolben gibt es mehr Ölfluss, wodurch Fox deutlich mehr Shims und somit eine größere Bandbreite an sinnvollen Dämpfungstunes nutzen kann.

An beiden Dämpfern ist der Schaft auf 12,7 mm Durchmesser angewachsen
# An beiden Dämpfern ist der Schaft auf 12,7 mm Durchmesser angewachsen - das soll die Stabilität des Dämpfers in Bikes, die viele Querlasten darauf weiterleiten, verbessern.

Feder

Während der Fox DHX2 natürlich weiterhin auf eine Stahlfeder setzt – die leichten SLS-Federn gibt es jetzt übrigens auch in Schwarz – haben sich Kleinigkeiten an der Luftfeder des Float X2 geändert. Der maximale Druck beträgt nun 350 psi und es gibt ein neues Volumenspacer-System. Die neuen Spacer haben ein Volumen von 1 oder 2 ccm und unterscheiden sich farblich von den alten, orangen Spacern. Sie bestehen weiterhin aus zwei Hälften, die um den Dämpferkörper zusammengeclipst werden.

Der Fox Float X2-Luftdämpfer kann nun bis auf 350 psi aufgepumpt werden und verfügt über ein neues Spacer-System.
# Der Fox Float X2-Luftdämpfer kann nun bis auf 350 psi aufgepumpt werden und verfügt über ein neues Spacer-System.

Ab dem xx.xx.2020 gibt’s hier den ausführlichen Test: Ausführliche Infos zum Bei unseren Kollegen von MTB-News gibt es den passenden Test dazu:

Fox DHX2 im Test

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Testablauf

Fox hat uns für eine erste Vorstellung der neuen Dämpfer in ihr Büro nach Scottsdale, Arizona, eingeladen. Anschließend konnten wir die Dämpfer mit nach Hause nehmen und in einem Specialized Stumpjumper Evo sowie Santa Cruz Bronson testen. Die Kosten für die Reise hat Fox übernommen.

Hier haben wir die Fox-Dämpfer getestet

  • Phoenix, Arizona: Sandige und schottrige Trails mitten in einer mit Kakteen übersäten Wüste. Viele Bremslöcher und Steinfelder sorgen für eine eher unbequeme Fahrt mit vielen Highspeed-Schlägen.
  • Graz, Österreich: Abwechslungsreiche Trails, meist auf Lehmboden. Bei Feuchtigkeit sehr rutschig, größtenteils auch stark ausgefahren, was viele harte, tiefe Schläge an der Front ergibt.
Tester-Profil: Gregor Sinn
60 cm80 kg85,5 cm61 cm183 cm
Gregor fährt gerne Fahrräder jeglicher Kategorie – sitzt meistens aber auf dem Mountainbike. Downhill- und Enduro-Bikes bewegt er gerne im Renneinsatz, dreht aber auch große Runden auf Touren- und Trail-Bikes.
Fahrstil
verspielt
Ich fahre hauptsächlich
Downhill, Trail Bikes
Vorlieben beim Fahrwerk
ausbalanciert, Gegenhalt über die Feder, Druckstufe eher offen, mittelschneller Rebound
Vorlieben bei der Geometrie
eher kurz, hoher Stack, ausgewogener Sitz- und Lenkwinkel

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