SQlab 6OX Ergowave active 2.2 MTB-Sattel im Test In der Kürze liegt die Würze

SQlab 6OX Ergowave active 2.2 im ersten Test: Der neue SQlab 6OX möchte die gleiche ergonomische Bequemlichkeit bieten wie bisher – allerdings jetzt mit kürzerer Nase. Das verspricht mehr Bewegungsfreiheit auf dem Trail, ohne an Bequemlichkeit einzubüßen. Klappt das wie erhofft? Hier ist der Test.
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SQlab 6OX Ergowave active 2.2: Infos und Preise

Mit dem 6OX Ergowave active 2.2 bringt SQlab eine überarbeitete Version seines beliebten Trail-Sattels auf den Markt. Neben der kürzeren Nase soll das „Enhanced Grip“ Material auch für einen besseren Sitz am Heck des Sattels sorgen. Was sich alles genau geändert hat und warum uns das Konzept immer besser gefällt, lest ihr hier.

  • ergonomischer MTB-Sattel von Trail bis Gravity
  • Besonderheiten kürzere Sattelnase / Stufensattel-Konzept / active-Technologie / rutschfestes Grip-Material am Heck
  • Größen 13 cm / 14 cm / 15 cm / 16 cm
  • Gewicht 281 g (15 cm, selbstgewogen)
  • www.sq-lab.com
  • Preis 159,95 € (UVP) | Bikemarkt: SQlab 6OX Ergowave active 2.2 kaufen
Der neue SQlab 6OX Ergowave active 2.2 sieht aus wie ein 6OX, ist aber bedeutend kürzer.
# Der neue SQlab 6OX Ergowave active 2.2 sieht aus wie ein 6OX, ist aber bedeutend kürzer. - für 159,95 € wandert er über die Ladentheke.
Diashow: SQlab 6OX Ergowave active 2.2 Sattel im Test: In der Kürze liegt die Würze
Wie gefällt dir der neue Sattel von SQlab?
Die Seiten des Sattels sind traditionell gut geschützt.
Die kurze Sattelnase sorgt im Praxistest definitiv für mehr Beweglichkeit. Mögen wir!
Der klassische Höcker bleibt – man nimmt angenehm Platz.
Die Sattelnase ist im Vergleich zum langen Modell rund 32 mm kürzer.
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Im Detail

Wie der Vorgänger und die meisten anderen Sättel aus dem SQlab-Portfolio ist auch der neue SQlab 6OX Ergowave 2.2 mit der modelltypischen Stufenkonstruktion ausgestattet, gepaart mit einem ausgesparten Mittelbereich. Laut SQlab sorgt diese Ergonomie-Kombination im Damm- und Sitzknochenbereich für spürbare Entlastung auch auf langen Touren.

Damit es für alle Hinterteile den passenden Sattel gibt, lassen sich auch beim 6OX vier verschiedene Größen von 13 bis 16 cm Breite auswählen. Mithilfe des SQlab-Messsets lässt sich die individuelle Sitzknochenbreite bestimmen – so kann man die perfekte Sattelbreite ermitteln.

Im Längenvergleich: links der 6OX Infinergy, rechts der neue 6OX
# Im Längenvergleich: links der 6OX Infinergy, rechts der neue 6OX

Den SQlab 6OX gibt es seit vielen Jahren. Genauso lang hält sich die Diskussion darüber, wie lang ein MTB-Sattel eigentlich sein muss, sodass sich bergauf gut das Gewicht auf die Front legen lässt, die Nase aber beim Abfahren nicht stört. Bei SQlab war es bislang so, dass die Sattelnase eher zu den längeren Ausführungen gehörte. Das Argument für eine lange Sattelnase ist oft Folgendes: bessere Kontrolle und mehr Kontakt bei steilen Bergaufpassagen. Dagegen spricht allerdings, dass ein langer Sattel häufiger mit der Hose in Kontakt kommen und auch allgemein die Beweglichkeit auf dem Rad einschränken kann, wenn man aktiv die Trails hinab bügelt – insbesondere im Trail- und Enduro-Bereich in den vergangenen Jahren, in denen die Räder bergab immer vielseitiger und sicherer geworden sind.

Mit der Shorts an der Sattelnase hängen bleiben?
# Mit der Shorts an der Sattelnase hängen bleiben? - Das passiert mit dem 6OX 2.2 nun nicht mehr so oft.

Wie also bekommt man den Sattel kompakter gestaltet? Während das bewährte Konzept der verschiedenen Sattelbreiten von SQlab beibehalten wird, lässt sich an der Länge durchaus etwas ändern: Hersteller wie BikeYoke (BikeYoke Sagma 3D Test) oder Specialized (S-Works Power Expert Mirror Test) zeigen mit ihren kurzen Sattelkonzepten seit Jahren, dass kürzere Sättel absolut sportlich und funktional sein können, ohne bergauf Schwierigkeiten zu bekommen. Mit dem neuen 6OX zieht nun SQlab nach: Der neue 6OX Ergowave active 2.2 verfügt über eine deutlich kürzere Nase.

Die neue Konstruktion soll, wie bereits erwähnt, für mehr Bewegungsfreiheit sorgen – besonders bei steilen Abfahrten und in technischen Sektionen soll der Unterschied deutlich spürbar sein. Weiterhin an Bord ist die Active-Technologie von SQlab. Durch verschiedene Elastomereinsätze unter der Schale unterstützt der Sattel die natürliche Beckenbewegung beim Pedalieren. Die Elastomere sind in drei unterschiedlichen Härten austauschbar – je nach Gewicht und persönlicher Vorliebe. Eine Neuigkeit gibt es noch: Neu ist außerdem das „Enhanced Grip Material“ am Heck des Sattels. Dieses soll laut SQlab für noch besseren Halt sorgen, besonders wenn es steil wird. Der erhöhte Grip ermöglicht zudem eine präzisere Sitzposition und damit eine effizientere Kraftübertragung.

Die Active-Technologie bleibt weiterhin Bestandteil des 6OX.
# Die Active-Technologie bleibt weiterhin Bestandteil des 6OX.
Die Seiten des Sattels sind traditionell gut geschützt.
# Die Seiten des Sattels sind traditionell gut geschützt.
Die Sattelnase ist im Vergleich zum langen Modell rund 32 mm kürzer.
# Die Sattelnase ist im Vergleich zum langen Modell rund 32 mm kürzer.
Neu hingegen ist das „Enhanced Grip Material“
# Neu hingegen ist das „Enhanced Grip Material“ - dieses, nun ja, verbessert den Grip am Heck.

Auf dem Trail

Egal, ob 611, 612, 614 oder 60X: Die meisten SQlab-Sättel bin ich bereits längere Zeiträume gefahren und daher mit dem Stufenkonzept durchaus vertraut. Der neue 6OX macht hierbei keine Ausnahme: Kennt man einmal seine Breite bei SQlab-Sätteln, muss man sich auch mit dem neuen 6OX Ergowave active 2.2 nicht umgewöhnen. Die Stufen fühlen sich vertraut an – dasselbe lässt sich über den neuen Sattel sagen. Was vielleicht negativ klingt, ist absolut nicht so gemeint: Was gibt es Besseres als einen Sattel, der sich genauso gut anfühlt wie der Vorgänger? Der mittelharte Schaumstoff bettet die Sitzhöcker genau dorthin, wo sie sein sollen. Und egal, wie lang die Tour ist: Nach kurzer Zeit hat man den Sitz schon vergessen.

Der klassische Höcker bleibt – man nimmt angenehm Platz.
# Der klassische Höcker bleibt – man nimmt angenehm Platz.
Der Kanal in der Mitte entlastet dabei den Dammbereich
# Der Kanal in der Mitte entlastet dabei den Dammbereich - gerade auf langen Touren ein wichtiger Faktor.

On top profitiert man insbesondere im steileren Bereich von der neugewonnenen Bewegungsfreiheit durch die kürzere Sattelkonstruktion – endlich bleibt man auch mit ausladenden Bikeshorts nicht mehr vorn hängen. Das neu aufgetragene Material am Heck für mehr Grip erfüllt seinen Zweck: Zwar kann man sich noch problemlos positionieren, aber sitzt man einmal, rutscht man definitiv nicht mehr herum.

Die kurze Sattelnase sorgt im Praxistest definitiv für mehr Beweglichkeit. Mögen wir!
# Die kurze Sattelnase sorgt im Praxistest definitiv für mehr Beweglichkeit. Mögen wir!

Fazit – SQlab 6OX Ergowave active 2.2

Guter Sattel noch besser gemacht: Der ohnehin schon komfortable SQlab 60X erhält mit der neuen Sattelkonstruktion im vorderen Bereich eine weitere Verbesserung. Wir vermissen die lange Sattelnase nicht und konnten im ersten Test von der gesteigerten Bewegungsfreiheit profitieren. Einer der bequemsten Sättel auf dem Markt – der nicht ganz günstige Preis lohnt sich.

Wie gefällt dir der neue Sattel von SQlab?
# Wie gefällt dir der neue Sattel von SQlab?

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9 Kommentare

» Alle Kommentare im Forum
  1. und ja, die kurze Nase bringt was - fahre deshalb nur noch Sättel mit kurzen Nasen. Hatte sogar mal einen ohne Nase, da fehlt dann doch etwas die Führung, aber man kann sich so an (fast) alles gewöhnen.

  2. Ergon bringt jetzt auch kürzere Modelle, ist wohl gerade Trend.

  3. Gefühlt jede Woche ein neu entwickelter Sattel. Ist das denn wirklich für viele Biker SO ein Thema? Ich fahre seit mehr als 50 Jahren Rad. Jedes neue Rad kam mit einem Sattel, der anders "saß" als der vorherige. Und jedesmal hat mein A*** eine gewisse Zeit/Strecke gebracht, um sich darauf einzustellen. Es waren breite, schmale, harte, weiche, Gel, Kaltschaum, glatte und weniger glatte Sattel dabei.
    Aber: Es ging IMMER, nach der oben genannten gewissen Einfahrzeit. Und immer nach längere (Winter-) Pause tat der Hintern nach den ersten Touren mehr oder weniger weh, aber das ging auch immer nach häufiger Benutzung wieder weg.
    Ich frage mich, ob man nicht einem Phantom hinterher jagt. Also einem Sattel, der super passt, nicht zu spüren ist, und auch noch bezahlbar ist.
    Just my 2 cents.
    Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen ich hatte immer Probleme mit Sätteln. Einmal hatte ich sogar versucht einen Brooks Leder Sattel "einzureiten", es hieß wenn man nur lange genug damit fährt passt er sich deinem Hintern an. Nach einer Saison und einem wunden Hintern hab ich aufgegeben. Ich hab auch ne SQL probiert bin dann aber irgendwann auf einem relativ günstigen WTB hängen bzw. sitzen geblieben und ich fahre auch seit 40 Jahren. Was lernen wir daraus...jeder Arsch ist anders😁.
  4. Eric
    Dabei seit 06/2024
    Einmal hatte ich sogar versucht einen Brooks Leder Sattel "einzureiten"
    😸 👍

    Du hättest ihn mit Lederöl einreiben sollen, das macht das Leder schön geschmeidig.
  5. Ich frage mich, ob man nicht einem Phantom hinterher jagt. Also einem Sattel, der super passt, nicht zu spüren ist
    Ja, das ist leider wirklich ein Thema. Es gibt leider einfach Ärsche die weit genug weg von der Norm sind, dass man einen „Randgruppen“ Sattel braucht.

    Oder anders: Gefühlt will einfach kein Sattel so richtig „sitzen“. Klar, muss man sich auch Zeit geben, dass sich der Hintern an die Belastung gewöhnt, aber wenn das nach 1000km nicht passiert ist, dann passiert das auch nicht mehr.

    Und Schmerzen versauen jede Tour. smilie
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